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Reisebericht: Wanderungen auf den Dinara und Maglić
Mitte Juli 2025 flogen wir nach Split in Kroatien. Am Flughafen mieteten wir ein Fahrzeug, besorgten bei Bauhaus etwas Eisenwaren und deckten uns in einem Supermarkt mit Vorräten für das Abendessen und das Frühstück ein. Danach fuhren wir in das Dorf Glavaš, dem Ausgangspunkt für die Besteigung des Dinara. Wir übernachteten dort in einem Privatzimmer mit Gemeinschaftsküche und Bad. Da die Unterkunft direkt am Trailhead lag, war sie perfekt für uns. Nach einem selbstgekochten Abendessen ging es früh ins Bett.
Der Wecker klingelte um 04:30 Uhr. Wir zogen uns an, frühstückten kurz, füllten unsere Vorräte mit kaltem Wasser auf und verstauten den Rest im Auto. Um 05:45 Uhr machten wir uns auf den Weg. Der Pfad ist sehr schön und leicht zu finden. Wir entschieden uns für eine Rundtour: den westlichen Weg hinauf und den östlichen hinunter. Der westliche Aufstieg verläuft entlang eines Grats und bietet fantastische Ausblicke; unterwegs passierten wir eine Senke, die wie ein Meteoritenkrater aussieht. Auf dem Gipfel machten wir eine Pause für Fotos, Brot und Getränke.
Der Abstieg führte zunächst durch eine schmale Passage in einer Schicht niedriger Fichten, wobei wir den „Krater“ diesmal von der anderen Seite passierten. Der Weg verlief weiter über offene Flächen und durch Waldstücke. Wir trafen zunächst vier Wanderer, bevor wir eine große Wiese erreichten, auf der wir weitere vier Personen sahen. Auf einer Höhe von 1.000 m trafen wir wieder auf den ursprünglichen Weg und erreichten Glavaš gegen Mittag. Die gesamte Wanderung umfasste etwa 16 km. Wir packten unsere Sachen und fuhren zur Hauptstraße, wo wir in einem lokalen Restaurant zu Mittag aßen, bevor wir weiter in den Küstenort Makarska fuhren. Nach einer Übernachtung dort ging es am nächsten Morgen weiter nach Bosnien und Herzegowina.
Dort angekommen, kauften wir wieder Lebensmittel ein und fuhren in das Dorf Popov Most. Wir bezogen ein Zimmer in einem kleinen Gartenhäuschen; die Bezahlung war hier nur in bar möglich. Die Entfernung zum Startpunkt der Wanderung schätzten wir auf etwa 20 km. Nach einem frühen Abendessen ging es direkt ins Bett, da wir erneut früh aufstehen mussten.
Kurz vor 05:00 Uhr morgens machten wir uns mit dem Auto auf den Weg zum Trailhead. Nachdem ich in einem Reiseführer darüber gelesen hatte, waren meine Erwartungen an die Schotterstraße sehr gering, doch zu meiner Überraschung war sie wesentlich besser befahrbar als gedacht. Wir erreichten den Parkplatz in Prijevor um 06:00 Uhr, wo bereits einige Autos und Zelte standen. Der Aufstieg ist steil, aber gut markiert. Nach einer Stunde machten wir eine kurze Pause, um Helme und Klettergurte anzulegen. Etwa eine halbe Stunde später begannen die Drahtseilsicherungen (Via Ferrata). Wir bereiteten unsere Schlingen und Karabiner vor, benötigten sie letztlich aber nicht.
Trotz des Windes erreichten wir den Gipfel des Maglić kurz nach 08:00 Uhr in den Wolken. Nach den obligatorischen Fotos wanderten wir auf der anderen Seite weiter und überquerten die Grenze nach Montenegro. Wir stiegen etwa 50 Höhenmeter ab, bevor der Weg wieder anstieg, bis wir den montenegrinischen Gipfel des Maglić erreichten. Von dort führte der Weg durch eine wunderschöne Gebirgslandschaft bergab. Es war immer noch recht windig. An einem Sattel erblickten wir den Trnovačko-See, der fast 600 Meter unter uns lag. Beim Abstieg zum See kamen uns etwa 15 Personen entgegen. Der Weg dorthin ist anstrengend für die Beine: sehr steil und auf rutschigem Geröll. Am See angekommen, gönnten wir uns an einer kleinen Hütte eine Erfrischung.
Für den Rückweg nach Prijevor passierten wir eine große, flache Wiese, bevor wir wieder die Grenze nach Bosnien und Herzegowina überquerten. Nach einem letzten Anstieg erreichten wir nach insgesamt fast sieben Stunden wieder unser Auto. Der Parkplatz war inzwischen komplett belegt. Die Rückfahrt dauerte etwas länger als am Morgen, da die nun höher stehende Sonne andere Schatten warf.
Diese zweite Wanderung war etwa 14 km lang. Wir fuhren anschließend in die nahegelegene Stadt Gacko und checkten in einem örtlichen Hotel ein – scheinbar dem einzigen vor Ort. Man empfahl uns das ebenfalls einzige Restaurant der Stadt zum Abendessen, obwohl es erstaunlich viele Bars gab. Am nächsten Morgen traten wir die Heimreise nach Schweden an.

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Bearbeitet von Andreas Grill

 
 
 
 
 
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